Schloss Schönbrunn

Meine erster Ausstellungsbesuch im Jahr 2019 führte mich in das Schloss Schönbrunn. Mit seiner tollen Architektur, seinen einzigartigen Prunkräumen und der faszinierenden Geschichte, zieht es schon seit Jahren zahlreiche BesucherInnen an. Das Schloss Schönbrunn wurde ursprünglich als Sommerresidenz der Habsburger im 17. Jahrhundert von Bernhard Fischer von Erlach gebaut.

Erreichbarkeit

Das Schloss erreicht man über drei unterschiedliche Wege. Vom Westbahnhof aus nimmt man am besten die Straßenbahn Nr. 60 (Richtung Rodaun) bis zur Station Schloss Schönbrunn (Schlossallee). Sollte man in der Nähe der U-Bahn sein, kann man sich auch bis zur U4 weiterhandeln und so bis zur Station Schönbrunn fahren. Von dort aus sind es einige Minuten zu gehen. Der Bus 10A hält direkt vor dem Schloss an der Station Schloss Schönbrunn.

Gloriette © Schloss Schoenbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. Alexander Eugen Koller

Preise

Das Schloss Schönbrunn bietet seinen BesucherInnen unterschiedliche Möglichkeiten, die Häuser zu besuchen. Es gibt eine kürzere Tour, die etwa 30-40 Minuten dauert, jedoch nicht alle Räume zeigt. Für BesucherInnen, die mehr Zeit eingeplant haben, bietet sich die Tour mit 50 Minuten an. Ausgewählte Tickets finden Sie hier zusammengefasst:

Imperial Tour, 30-40 Min., kleine Tour durch das Schloss, € 14,20
Grand Tour, 50-60 Min., große Tour durch das Schloss, € 17,50
Winter Pass, ca. 1 Tag, inklusive: Schloss Schönbrunn, Tiergarten, Wüstenhaus, Palmenhaus, € 35,00
Sisi Ticket, ca. 1 Tag inklusive: Schloss Schönbrunn, Hofburg Wien, Hofmobiliendepot, € 34,00
Classic Pass, ca. 3-4 Stunden, inklusive: Schloss Schönbrunn, Kronprinzengarten, Irrgarten & Labyrinth, Orangeriegarten, Gloriette Aussichtsterrasse, € 30,50

Für mehr Informationen zu den Touren und Preisen klicken Sie bitte hier.

Grosses Rosa Zimmer © Schloss Schoenbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. Sascha Rieger

Good to know

Der Besuch der Prunkräume beginnt mit dem Abholen des Audioguides und dem Aufstieg über eine wunderschöne Treppe in den ersten Stock. Über die Tonspur des Audioguides bekommt man als Besucherin bereits einen ersten Einblick, in das was einen noch erwartet. Die Stimme, bekannt aus diversen Universum-Sendungen auf ORF 2, geleitet einen durch die Räumlichkeiten. Der Besuch passiert zügig, was auch verständlich ist, denn manche Räume und Gänge sind eng und da kommt es auch schonmal schnell zum Stau. Ich habe mir einen guten Tag für den Besuch ausgesucht. Es waren kaum Touristen-Gruppen unterwegs und die BesucherInnen, meist Pärchen, die mit mir schon die Prunkstiege nach oben gegangen sind, kommen mir in spätestens jedem zweiten Raum unter.
Leider darf man in den Räumlichkeiten nicht fotografieren (daher verwende ich auch nur die Pressefotos). Ich kann die Entscheidung aus zweierlei Sicht natürlich nachvollziehen. Zum einen möchte man einen noch größeren Stau vermeiden, der ganz von selbst passieren wird, wenn ein jeder alle paar Meter stehen bleibt. Zum anderen sind die Tappisserien und Stoffe sehr schön erhalten und würden bei jedem Fotoblitz ein klein wenig mehr verfallen. Ob es nur diese zwei Gründe sind, sei dahingestellt.

In Zeiten von Social Media sollte man das Fotografierverbot vielleicht nochmal überdenken.

Der Rundgang

Die kleine Tour (Imperial Tour) führt vorwiegend durch die Privaträumlichkeiten Kaiser Franz Josephs I. und Kaiserin Elisabeth (kurz Sissi). Einen kleinen Einblick in das Leben von Maria Theresia und Franz I. bekommt man bei dieser Tour auch. Wer mehr Zeit hat und auch mehr erfahren möchte sollte unbedingt die Grand Tour wählen. Die Zeit ist es auf jeden Fall wert, denn wie oft kommt man schon in das Schloss in dem Sissi gelebt hat? Und da sind dann 20 Minuten mehr oder weniger auch schon nichts. Der Rundgang führt durch die unterschiedlichsten Räume, alle anders vertäfelt, ausgestattet und zu einem anderen Zweck.

Nussholzzimmer © Schloss Schoenbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. Alexander Eugen Koller

Der Rundgang endet im Shop über dem Eingangsbereich und führt dann über eine Treppe wieder hinunter ins Freie.
Und ihr fragt euch nun bestimmt, was in den ganzen anderen Stockwerken ist? Immerhin gibt es 4, zum Teil 5. Am Hof haben früher bis zu 3000 Menschen gelebt. Alle diese Angestellten mussten irgendwo untergebracht und versorgt werden. Wie schon oben beschrieben, lebte die Adelsfamilie nicht in einem Raum, sondern auf einer gesamten Etage. So hatte auch jedes Kind ab seinem 5. Lebensjahr 5 Zimmer. Aufgeteilt in Schlafzimmer, Wohnzimmer, Esszimmer, ein Zimmer für den Empfang und ein Zimmer, wo die Gäste bis zum Empfang warten konnten. Ich stell mir gerade vor wie der süße, kleine Franz Joseph durch seine 140qm Wohnung stolpert und ewig braucht, da das eine Ende so weit vom anderen entfernt ist und er ja noch ganz kurze Füße hat. Mei 🙂

Fazit

Einen Besuch ist das Schloss Schönbrunn auf jeden Fall wert, auch wenn man nicht fotografieren darf. Aber man sollte sich nicht zu viel erwarten, denn Wien bietet einige wunderschöne Schlösser und Palais. In den Räumlichkeiten gibt es kaum Beschreibungen, sodass der Audioguide ein Muss ist. Die Aufenthaltsdauer in den Ausstellungsräumlichkeiten kann man zwar ausdehnen und jede einzelne Vertäfelung begutachten, aber die Informationen, die man nur über den Audioguide, bekommt sind begrenzt. Möchte man sich das gesamte Gelände anschauen wollen, sollte man schon einen halben Tag einplanen. Zum Tierpark ist es ja auch nicht weit.
Ich empfehle außerdem einen Tag zu wählen, an dem nicht so viele ToursitInnen sind – am besten unter der Woche in der Nebensaison.

Solltet ihr schon einmal dort gewesen sein, oder es planen, lasst mir doch gerne einen Kommentar mit euren Eindrücken und/oder Fragen da.

Beitragsbild: Schloss Schoenbrunn Ehrenhof © Schloss Schoenbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. Alexander Eugen Koller

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