6 Tage in Melbourne

Ja, wir (Sabrina und ich) sind für genau 6 Tage nach Melbourne geflogen. Nein, natürlich nicht von Wien aus – Bangkok ist da schon viel näher. Hatten wir geglaubt.

Wir hatten für nicht ganz ein Monat unsere Reise nach Thailand gebucht und diese auch auf Instagram in unsere Story hochgeladen. Prompt bekam Sabrina eine Nachricht von einem Freund (Jack) aus Australien, ob wir ihn denn nicht besuchen kommen wollen – Australien sei ja nicht sooo weit weg von Thailand. Nicht lang darüber nachgedacht haben wir auch schon unsere Flüge gebucht. Von 16. bis 22. März – Bangkok -> Melbourne und retour. Ich würds wieder tun, die Flüge waren billig und in nicht ganz 10 Stunden ist man wirklich auf einem anderen Kontinent.

Tag 1:
Abflug um 21:00 in Bangkok, Ankunft um 10:00 in Melbourne. 4 Stunden Zeitverschiebung nicht vergessen. Geschlafen haben wir leider nicht so viel, Jetstar hat nicht unbedingt die bequemsten Sitze. In Melbourne angekommen, haben wir uns erstmal auf den Weg zu Jacks Haus gemacht, um danach etwas einzukaufen  und für ihn und seine Mitbewohner als Dankeschön zu kochen, bevor wir am Abend noch in eine ziemlich fancy Bar was trinken gegangen sind (ich weiß leider den Namen nicht!). Müde, Bett, kein Jetlag, yeah!

Tag 2:
Sachen wieder gepackt und in Jacks Auto geladen, denn es ging auf zu Great Ocean Road nach Lorne. Dort haben wir den ganzen Tag am Strand verbracht. Die Great Ocean Road ist toll! Viele tolle Strände, auch super geeignet zum Surfen und noch viel tollere Aussichten. Ich würde wirklich ein Mietauto empfehlen und einfach nur die Straße entlang zu fahren, es ist echt empfehlenswert. Eine nettes, geräumiges Haus ganz in der Nähe vom Strand kann ich euch in Aireys Inlet empfehlen.
Wir haben den Tag am Stand verbracht und waren am Abend bei einem kleinen Rock-Dorf-Konzert in Aireys Inlet.

Tag 3:
Am dritten Tag hat es geregnet, das hat uns aber nicht davon abgehalten nochmal die Great Ocean Road entlang zu fahren, Fotos zu machen und nach Kängurus Ausschau zu halten. (Wir haben leider keine in freier Wildbahn gesehen). Zuvor haben wir hier gefrühstückt: Onda Food House.
Und dann wieder zurück nach Melbourne.

Tag 4:
Auf Tripadvisor haben wir ein Frühstücks-Lokal endeckt, die Bowls anbieten. Als echte Touris, sollte man so ein Lokal in Australien schon einmal ausprobieren. Bei Smoothme in der Spencer Street gibt es nicht nur viele verschiedene Bowls, auch Säfte, Kuchen und Toast. Geschmacklich Top, die Portionsgrößen sind auch vollkommen ausreichend, nur leider ist es Innen nicht sehr groß und auch nicht besonders einladend, sodass man nicht das Gefühl hat länger als nötig sitzen bleiben zu wollen.
Wir haben uns den ganzen Tag Zeit genommen um die Innenstadt von Melbourne kennenzulernen. In der Innenstadt gibt es eine Free-Tram-Zone, wo man mit allen Öffis gratis fahren kann. Außerhalb der Zone muss man aufpassen, dass man ja auch zahlt. Wir haben uns eine Chipkarte von myki besorgt und sind mit ungefähr 25$ fünf Tage lang ausgekommen. Ganz klar, wie das ein- und auschecken funktioniert ist es auch den Australiern selbst nicht. Also nicht wundern.

Sehenswertes in der Innenstadt:
The National Gallery of Victoria (tolles Museum mit toller Architektur – gratis Eintritt)
State Library of Victoria (sehr sehenswerte Bibliothek mit Ausstellungen – gratis Eintritt)
Parliament House (beeindruckende Architektur)
Melbourne Central (großes Einkaufszentrum mit ALLEM was man braucht, oder auch nicht braucht)
– Lonsdale Street (einfach nur die Straße entlang schlendern und man fühlt sich ein wenig wie in New York)
– Hosier Lane (sehr sehenswerte kleine Straße mit hunderten wunderschönen Graffitis)

Tag 5:
Diesen Tag haben wir in die beiden Stadtteile Fitzroy und St. Kilda geteilt. Fitzroy ist hip und jung, es gibt zahlreiche Second Hand Shops und tolle Lokale. Das Frühstück im hangar cafe in der Getrude Street war richtig lecker und ausgiebig.
Den Nachmittag verbrachten wir in St. Kilda bei einer Walking Tour. Die Walking Tours sind gratis und ein Guide zeigt euch die schönsten Plätz im Viertel. Absolut empfehlenswert, wenn man viel sehen und erfahren möchte!
Krönender Abschluss diesen tollen Tages war der Sonnenuntergang am St. Kilda Pier und die dazugehörenden Pinguine.

Tag 6:
Da wir bisher, bis auf Pinguine, noch kaum einheimische Tiere gesehen haben, hat uns Jacks Mutter zu einer Auffangstation mitgenommen. Das Healesville Sanctuary ist etwa eine Autostunde östlich von Melbourne. Von Kängurus über Schnabeltiere bis zu Koalas kann man hier alles beobachten und zum Teil auch streicheln. Die Tiere schauen alle glücklich und zufrieden aus und die Gehege sind einigermaßen groß (natürlich nichts im Vergleich zur Natur, aber das ist bei diesen Tieren kaum möglich). Der Eintrittspreis ist mit 27,50 $ für Studenten voll OK.

Tag 7 war unser wenig spektakulärer Reisetag zurück nach Bangkok.

Melbourne ist toll! Es ist wie ein kleines New York, nur viel entspannter und die Menschen sind glücklich und freundlich. Würde ich auswandern müssen, würde meine zweite Wahl, nach Kanada, auf Australien fallen 🙂

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